Unser Europakandidat Martin Lücke!

Am 26. Mai 2019 wird gewählt. Für Hof und ganz Oberfranken kandidiert die SPD mit Martin Lücke. Im Folgenden die 5 wichtigsten Fakten zum Europakandidaten Martin Lücke!

  • Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin am Klinkum Coburg
  • Betriebsratsvorsitzender
  • Ehrenamtlicher Richter am Bundearbeitsgericht
  • Jahrgang 1963, 4 Kinder
  • Stadtrat und wohnhaft in Coburg
Martin Lücke Europakandidat 2019 - Pressefoto für die Europawahlen
Europakandidat Martin Lücke (Pressefoto, kann zur Berichterstattung verwendet werden

Über Martin Lücke

Martin Lücke, Jahrgang 1963, ist verheirateter Vater von vier erwachsenen Kindern.

Er ist Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin am Klinikum Coburg, seit 2000 dort Betriebsratsvorsitzender und wurde zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen im Jahr 2017 ausgezeichnet mit dem „Deutschen Betriebsrätepreis in Gold“. Seit 2002 Mitglied im Stadtrat zu Coburg ist er heute Mitglied im Aufsichtsrat der REGIOMED Kliniken GmbH und im Aufsichtsrat der SÜC - Städtische und Überland-Werke Coburg. Ehrenamtlicher Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt ist er seit 2011. Seit Herbst 2018 ist er der oberfränkische Kandidat der SPD für das Europäische Parlament.

Gedanken zur Europawahl - Ein Text von Martin Lücke

Mit einem „Hashtag“ vor der Behauptung, dass Europa die Antwort sei, geht unsere SPD zuversichtlich in den Wahlkampf. Ja, wir sind uns gewiss, dass die Zeit der Nationalstaaten vorübergehen wird. Ja, wir sind davon überzeugt, dass unsere Eltern und Großeltern mit ihrer Überzeugung Recht behalten werden: „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!“

Und während ich diese Zeilen schreibe, erleben wir (vielleicht gerade rechtzeitig), dass Theresa May in Großbritannien in ihrem keine Mehrheit für ihren „Deal“ gefunden hat, mit welchen der Brexit einigermaßen erträglich hätte gestaltet werden sollen. Wird das Undenkbare, der Ausstieg der Briten aus unserer Gemeinschaft, jetzt unmöglich? Auf jeden Fall wird eines klar: Populismus kann zwar Wahlen beeinflussen – aber er schafft keine Zukunft.

Wir erleben, dass unsere Nachbarn in Ungarn sich verblüfft die Augen reiben und nun auf die Straße gehen: die rechts-populistische Regierung hat ein Arbeitszeitgesetz geschaffen, das es den Arbeitgebern erlaubt, bis zu 400 Überstunden pro Jahr von den Mitarbeitern zu fordern. Es wird klar: Populismus schafft zwar Rechte ab – aber Populisten schützen nicht die Arbeitnehmer.

Europa ist ein großartiger Kontinent. Innerhalb nur einer Generation gelang es Menschen wie Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, Willi Brandt und Valérie Giscard d'Estaing, aus Völkern, die in zwei verheerenden Kriegen viele junge, talentierte Menschen verloren hatten und keinen Grund gehabt hätten, uns Deutschen die Hand zu reichen, zunächst gute Nachbarn und aus Nachbarn dann Freunde zu machen. Die vielen Städtepartnerschaften, die wir inzwischen haben, trugen dazu bei, dass wir uns heute besuchen und gegenseitig verstehen können. Wir teilen eine gemeinsame Kultur: Goethe ist so europäisch wie Shakespeare oder Molière oder Dostojewski. Wir teilen aber noch viel mehr: mit einer gemeinsamen Währung und dem Wegfall von Grenzzöllen haben wir Europäer den finanzstärksten Wirtschaftsraum geschaffen.

In einer Welt der industriellen Globalisierung erleben wir nun, dass unsere Freiheit und unser Zusammenhalt, unsere soziale Sicherheit und unser zunehmender Wohlstand anderen Mächten der Welt ein Dorn im Auge ist. In der Bankenkrise, diesem Versuch, unseren Euro in den Wertverlust zu treiben, hat sich die Zusammenarbeit in der Europäischen Zentralbank bewähren müssen. Mit einem harten Einschnitt in die Sozialsysteme hat Griechenland es geschafft, sich zu stabilisieren – und die Populisten in Italien erleben gerade, dass Europa nicht gewillt ist, übermäßige Neuverschuldung hinzunehmen.

Die Stabilität Europas sichert uns alle. Ein Blick zu unserer Nachbarn, die in die Hände von Populisten geraten sind, zeigt uns deutlich: nur ein gemeinsames Europa schafft soziale Sicherheit und Freiheit in einem ausgewogenen Verhältnis. Nationalismus und Egoismus schaffen Probleme neu, die unsere Eltern bereits überwunden hatten.

Ich gehöre zu der Generation von Europäern, die in ihrem gesamten Leben keine persönlichen Kriegserfahrungen haben machen müssen. Ich habe den Ehrgeiz, auch meinen Kindern und der Generation ihrer Kinder und Enkel ein starkes, geeintes und friedliches Europa zu übergeben. Eine gemeinsame europäische Armee wäre vor allem das gemeinsame Versprechen aller Europäer, nie wieder die Waffen gegeneinander richten zu wollen. Dazu wird Deutschland einen wichtigen Beitrag leisten müssen.

Europa heißt Zukunft. Nur gemeinsam werden wir Europäer uns in der Welt behaupten. Der Exportschlager der Zukunft sind unsere sozialdemokratischen Werte: Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität.

Die Zukunft kann es sich nicht erlauben, auf die Sozialdemokratie zu verzichten.
Wenn Europa die Antwort ist, dann nur durch uns Sozialisten und Sozialdemokraten. Keine Frage.