„Das Theater gehört zu Hof wie das Amen in der Kirche“

29. April 2021

SPD-Stadtratsfraktion stellt sich hinter Verwaltung und Ensemble

In die Diskussion um das Hofer Theater schaltet sich die SPD-Stadtratsfraktion ein und stellt sich hinter Stadtverwaltung und Ensemble. Ihrer Meinung nach werde ein falscher Eindruck vermittelt. „Das Hofer Theater ist kein elitärer Elfenbeinturm!“, stellt Kulturbeirat und Theater-Schauspieler Peter Kampschulte klar: „Das Theater Hof bringt seit vielen Jahren mobile Jugendstücke in die Schulen oder Workshops in die Kitas der Stadt, der Chor ist in der JVA Hof aufgetreten, die Theaternacht in Zusammenarbeit mit der Hofer Gastronomie war ein großer Erfolg ebenso wie die traditionelle Kulturnacht. Ich könnte viele weitere Beispiele aufzählen, die belegen, dass wir immer, wenn es uns möglich ist, rausgehen zu den Menschen.“ Dem pflichtet SPD-Fraktionsvize und Kulturbeirat Dr. Jürgen Adelt bei. Das Theater Hof arbeite auf qualitativ hohem Niveau und braucht sich vor den großen Häusern im Land nicht zu verstecken. Das gelte auch mit Blick auf die Finanzen: „Im Theater wird jeder Cent mehrfach umgedreht. Andere Häuser der öffentlichen Hand mit einem vergleichbarem Angebot hätten weitaus größere Etats zur Verfügung als das in Hof der Fall ist.“ Zudem arbeitet das Theater aus Sicht des SPD-Haushaltsexperten wirtschaftlich. „Das muss es auch. Wir befinden uns immer noch in der Haushaltskonsolidierung und Bayreuth wacht mit Argusaugen darüber, wofür Hof wie viel Geld ausgibt.“ Wenn beim Theater Hof mehr eingespart werden sollte, müssten seiner Meinung nach die Kritiker auch sagen wo: „Streichen wir das Junge Theater oder das Ballett, verzichten wir auf die Hofer Symphoniker als Theater-Orchester? Und falls ja, was wäre die Konsequenz?“ fragt Adelt weiter und schiebt die Antwort gleich hinterher: „Es gehen Arbeitsplätze verloren, es geht Angebot und Qualität verloren ohne dass die Stadt Hof aufgrund der vorhandenen Förderkulisse finanziell viel gewonnen hätte. Nicht zuletzt sei das Theater für Hof ein bedeutender wirtschaftspolitischer Standortfaktor.

Das Theater Hof nehme der freien Kulturszene kein Geld weg, ergänzt SPD-Stadtrat Patrick Leitl. „Trotz Corona wurde die ehrenamtliche freie Szene erstmals mit einem eigenen Haushaltstitel in Höhe von 50.000 Euro bedacht. Hinzukommen viele weitere Unterstützungen etwa in Form des Your Stage Festivals oder dem Filzfabrik-Projekt „Hof, Kunst und Kultur“. Man muss lange suchen, um eine andere Stadt in der Größe Hofs zu finden, die ähnlich viel für die freie Kultur in ihrer gesamten Bandbreite leistet!“

Für uns – das stellt die SPD-Fraktion abschließend klar – gehört das Theater zu Hof wie das Amen in der Kirche: Als kultureller Leuchtturm von überregionaler Bedeutung, als Standortfaktor und nicht zuletzt als eine zentrale Einrichtung der öffentlichen Daseinsvorsorge!

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