SPD-Fraktion beantragt Prüfung eines zentralen Bürger- und Sicherheitsanlaufpunkts in der Hofer Innenstadt

05. Februar 2026

Hof. Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt die Prüfung der Einrichtung eines zentralen Bürger- und Sicherheitsanlaufpunkts in der Hofer Innenstadt nach dem Vorbild der Stadt Plauen. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken, bestehende erfolgreiche Maßnahmen sinnvoll zu ergänzen und die Präsenz des kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) noch sichtbarer zu machen.

Die SPD-Fraktion betont ausdrücklich, dass es sich dabei nicht um Kritik an den bisherigen Maßnahmen handelt. Vielmehr verweist sie auf die enge und wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt Hof, Polizei, Staatsanwaltschaft und weiteren Akteuren. Insbesondere der Einsatz des kommunalen Ordnungsdienstes, der Sicherheitswacht, die Arbeit der Streetworker sowie präventive Maßnahmen im öffentlichen Raum hätten in den vergangenen Jahren zu spürbaren Verbesserungen beigetragen.

„Die jüngsten koordinierten Durchsuchungs- und Kontrollmaßnahmen haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Sicherheitsbehörden in Hof entschlossen und professionell handeln“, erklärt Florian Strößner, Fraktionsvorsitzender der SPD im Hofer Stadtrat. „Gerade die Festnahmen im Bereich des Sonnenplatzes machen deutlich, dass die intensive Zusammenarbeit greift. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass bestimmte Bereiche weiterhin besondere Aufmerksamkeit benötigen.“ Der Antrag war fraktionsintern bereits in Arbeit, ehe die aktuellen Erkenntnisse zum Handel mit hochgefährlichen sogenannten „Baller-Liquids“, die nach bisherigen Ermittlungen auch an Minderjährige abgegeben worden sein sollen, die Brisanz des Themas nochmals verdeutlicht hätten. Neben repressiven Maßnahmen gewinnen aus Sicht der SPD daher sichtbare Präsenz, Prävention und eine niedrigschwellige, jederzeit erreichbare Anlaufstelle für die Bevölkerung weiter an Bedeutung.

Der vorgeschlagene Bürger- und Sicherheitspunkt könnte – ähnlich wie in Plauen – als feste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger dienen und zugleich Standort und Ausgangspunkt für Bestreifungen des kommunalen Ordnungsdienstes sein. Als mögliche Standorte sollen insbesondere zentrale Bereiche der Innenstadt, etwa rund um den Sonnenplatz, geprüft werden. Perspektivisch soll auch der Bereich des Hauptbahnhofs im Zusammenhang mit dem geplanten ZOB in den Blick genommen werden.

„Ein zentraler Bürgerpunkt kann die vorhandenen Strukturen bündeln, Wege verkürzen und vor allem eines leisten: Er schafft eine klar erkennbare Präsenz der Stadt für die Menschen vor Ort“, betont SPD-Stadtrat Patrick Leitl. „Wichtig ist uns dabei auch zu prüfen, ob durch eine gemeinsame Nutzung mit anderen Einrichtungen – etwa der Tourist-Information oder den Stadtwerken – sinnvolle Synergien entstehen können.“

Der Antrag sieht eine umfassende Prüfung vor, die neben organisatorischen und rechtlichen Fragen auch Standortaspekte, mögliche Kooperationen sowie die Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten umfasst. Ziel ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat, ob und in welcher Form ein solches Modell in Hof sinnvoll und umsetzbar ist.

SPD-Stadtratsfraktion beantragt Leitkonzept (PDF, 56 kB)

SPD-Stadtratsfraktion Hof beantragt Bürgerpunkt (PDF, 57 kB)

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